Tiere schützen

Medikamentendatenbanken erhöhen die Sicherheit für die Patienten und Anwender. Dabei unterstützen sie Prozesse in den Kliniken zu vereinfachen und standardizieren

Die Universität Utrecht hat die größte Fakultät für Veterinärmedizin in Europa. Tierbesitzer aus den Niederlanden und auch aus anderen europäischen Ländern kommen hierher, um ihre vierbeinigen Familienmitglieder professionell behandeln zu lassen oder um sich eine zweite Meinung einzuholen. Die Intensivstation für Kleintiere ist eine renommierte Adresse für die Behandlung von schwerkranken Hunden und Katzen. 

Dr. Joris Robben, Leiter der Intensivstation, ist ein hochangesehener Tiermediziner im Bereich der inneren Medizin, der Notfallversorgung und der Intensivmedizin. Er ist Mitglied in verschiedenen Organisationen, wie zum Beispiel dem Europäischen College und der Society of Veterinary Emergency and Critical Care (EVECCS).

Heute führt die Intensivstation ihre Medikamenteninfusionen mit Space Infusion Pumps von B. Braun durch. Bis vor kurzem noch arbeitete die Station mit Dosisraten-Kalkulationen. Anhand von simplen Kalkulationen mit vorgefertigten Tabellen erhielten die Mediziner den notwendigen Medikamentenplan. Dieser wurde als Ausdruck an die Pumpen gehangen.

„Auch wenn die Methode lange Zeit als relativ einfach und sicher angesehen war, so wurde dem Team der Intensivstation in der Zusammenarbeit mit B. Braun schnell bewusst, dass mit dem vorigen System die Wirkstoffkonzentrationen nicht komplett einheitlich verabreicht werden konnten“, berichtet Andreas Kuntz, Teamleiter Indikationsmarketing Produktmanager Anästhesie & Innere Medizin bei B. Braun Vet Care, der das Projekt betreute. „Da die Pfleger die Medikamente in unterschiedlichen Konzentrationen vorbereiten, können wir keine akkurate Liste für eine Medikamentendatenbank programmieren. Als erstes müssen wir die Verwaltungsprotokolle straffen und einen einheitlichen Prozess finden“, war das Feedback zu Beginn. Heute ist die Behandlung wirklich standardisiert, die Konzentrationen sind vereinheitlicht und mögliche Fehler in der Dosisratenkalkulation werden verhindert. „Dies übernimmt jetzt die Space Pumpe“, freut sich Kuntz. „Wir haben gemeinsam mit dem Team um Dr. Robben ein neues Kapitel in der Infusionstherapie Veterinär eröffnet und ich hoffe, dass viele Kliniken diesem Beispiel folgen und so von sicheren Prozessen profitieren werden.“ 

Von der neuen Medikamenten-Datenbank sind Dr. Robben und sein Team überzeugt. Neben automatischen Kalkulationen der Space Infusion Pumpe sind auch keine Ausdrucke mehr nötig, denn die Pumpe zeigt alle wichtigen Informationen auf ihrem Display an. Das System trägt außerdem dazu bei, menschliche Fehler zu verhindern. 

Mit mehr als fünfzig Medikamenten und verschiedenen Konzentrationen hat die Intensivstation ein neues Level bei der Infusionstherapie von Hunden und Katzen erreicht. Die Tierärzte und –pfleger in Utrecht sind inzwischen vertraut mit der Medikamenten-Datenbank. Die Behandlung ist heute komfortabler, zeitsparender und vergrößert die Medikamentensicherheit – für Tierärzte, Studenten, Pfleger und natürlich für die vierbeinigen Patienten.  

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